Futtermittel

Futtermittel


Einer der Grundpfeiler um erfolgreich gesunde Diskusfische zu pflegen ist ganz klar die Ernährung.


Gleichzeitig ist die Ernährung auch eines der umstrittensten Themen in der Diskuswelt.


Ich selbst bin der festen Überzeugung dass der natürliche Weg der einzig richtige ist wenn es darum geht was wir unseren Fischen füttern . Und meine Tiere sowie die schönen Tiere meiner Kunden geben mir Recht.


Aber welche Arten von Futter gibt es überhaupt?

Und wie kann ein Trockenfutter natürlich sein?


Um zu verstehen was der Diskusfisch braucht müssen wir uns zuerst anschauen wo und wie er in Freiheit lebt und wovon er sich dort ernährt.


Im Gegensatz zu der lang gehegten Annahme Diskusfische wären rein Carnivore Tiere weiß man heute dass der Diskusfisch zu den omnivoren, d.h. allesfressenden Buntbarschen gehört.


Und nicht nur das. Während der Trockenzeit von etwa Mai bis Oktober wenn das Nahrungsangebot immer knapper wird ernähren sich die Tiere bis zu 80% pflanzlich. In dieser Zeit des Mangels fressen Diskusfische Aufwuchs, herabfallende Früchte, sowie pflanzlichen Detitrus. Tierisches Protein wird nahezu ausschließlich über die im Detitrus und Aufwuchs enthaltenen Kleinstlebewesen aufgenommen.


Ganz anders sieht es dann zu Beginn der Regenzeit aus, wenn für die Tiere des Amazonasbecken die Paarungszeit beginnt und Nahrung im Überfluss vorhanden ist. Zu dieser Zeit verschiebt sich die Ernährung nahezu komplett auf tierische Kost. Besonders für die Jungfische der Diskus ist dies auch sehr wichtig um in wenigen Monaten genug Masse aufzubauen um die Trockenzeit zu überstehen.



Was bedeutet dies aber nun für unsere Diskushaltung zuhause?

Und wie können wir dieses Wissen über die Ernährungsgewohnheiten wildlebender Diskus bestmöglich nutzen um unsere Tiere zuhause gesund zu halten?


Ganz einfach:


  • Jungtiere sollten bis zu einer Größe von etwa 10cm sehr proteinreich ernährt werden
  • Ab ca. 10cm sollte man auf ein gutes Protein Fett Verhältnis achten, da dem subadulten und adulten Diskus die Energiegewinnung aus Fett sehr viel leichter fällt und auch das Wasser weniger belastet.
  • Ab ca. 10cm sollte auch pflanzliche Kost auf dem Speiseplan stehen. Meine Empfehlung etwa 50-60% pflanzliche Kost 
  • Um möglichst naturnah zu füttern kann man auch "Futterkuren" machen und die Tiere etwa 4-6 Wochen nahezu rein pflanzlich bzw nahezu rein tierisch ernähren. Zwischen diesen "Kuren" sollten immer etwa 3 Monate mit gemischter Kost stehen


Neben dem WAS stellt sich aber auch immer die Frage der Qualität, und hier kommen wir zum Granulat, Flocken oder Trockenfutter ganz allgemein gegenüber Frost und Lebendfutter.


Auch wenn ich mein Geld mit Trockenfutter verdiene, bemühe ich mich fair und objektiv zu argumentieren. Die beste Ernährung ist sowieso die abwechslungsreiche die alle möglichen Varianten enthält.


Lebendfutter


Lebendfutter ist natürlich die natürlichste Variante überhaupt Diskusfische ihr tierisches Protein zuzuführen.


Die Tiere nehmen es in der Regel sofort an und haben bei der Jagd nach dem Futter gleichzeitig Beschäftigung.


Leider birgt Lebendfutter aber auch einen entscheidenden Nachteil.


Die Gefahr sich Parasiten einzuschleppen.

Besonders für die Halter Parasitenfrei gezogener Tiere fällt Lebendfutter daher meist komplett raus.


Eine Möglichkeit dieses Risiko zumindest zu minimieren ist der Ansatz einer eigenen Lebendfutterkultur. Besonders Enchyträen und Glanzwürmer eignen sich hierfür sehr gut. Mückenlarven, Wasserflöhe und ähnliches kann man sich zumindest in den Sommermonaten im Garten oder auf dem Balkon kultivieren, wobei bei einer Zucht im Freien Parasiten natürlich ebenfalls nie ganz ausgeschlossen werden können.


FAZIT: Wer die Möglichkeit hat sein eigenes Lebendfutter zu züchten sollte dies definitiv tun und damit den Speiseplan seiner Tiere ergänzen



Frostfutter:


Frostfutter ist in den meisten Fällen nichts anderes als tote gefrorene Futtertiere, z.B. weiße Mückenlarven, Artemia oder Krill.

Zusätzlich gibt es Frostfutter auch als Mischfutter bei dem dann z.B. Muscheln, Garnelen und Artemia zusammen sind.

Manche Hersteller bieten speziell für Diskusfische auch Mischungen aus Rinderherz oder Geflügelherz an. Darauf möchte ich nicht näher eingehen, da das Fleisch eines Warmblüters niemals eine artgerechte und gesunde Ernährung für Friedfische sein kann. Zudem wurde über diese Thematik an anderen Stellen schon ermüdend ausführlich berichtet.


Vorteil von Frostfutter ist ganz klar die einfache Lagerung und Portionierung.


Der große Nachteil liegt darin dass man als Verbraucher niemals weiß ob die Kühlketten wirklich eingehalten wurden und die Qualität das hält was man erwartet.

Auch bedeutet Frostfutter sehr oft eine exorbitant höhere Wasserbelastung als Lebendfutter oder hochwertige Granulate, da viele der Futtertiere in hoch belastetem Wasser kultiviert werden.


FAZIT: Frostfutter ist ebenfalls eine gute Ergänzung sofern man eine hochwertige Mischung gefunden hat, die das Wasser nicht übermäßig belastet, sowie einen Lieferanten der die Kühlkette akribisch einhält.



Trockenfutter:


Als Trockenfutter fasse ich hier ganz salopp Granulat, Soft-Granulat, Flocken sowie FD zusammen.


In den Unterseiten werde ich auf die einzelnen Varianten detailliert eingehen. Ganz allgemein kann man aber sagen FD sind getrocknete Futtertiere, quasi das trockene Äquivalent zu Frost- und Lebendfutter, während Granulate, Flocken und ähnliches eine fertige Mischung aus  tierischer und pflanzlicher Quelle sind und im Idealfall alle nötigen Vitamine und Mineralien enthalten die der Fisch braucht.


Vorteil von Trockenfutter ist die einfache Lagerung, gute Haltbarkeit und dass man bei einem hochwertigen Futter keine Zusätze mehr benötigt.


Leider gibt es auf dem Markt der Flocken und Granulate auch sehr viele minderwertige Produkte die zum größten Teil aus Fischmehl, Weizenmehl und Zucker bestehen was natürlich nicht gesund für die Tiere ist.


FAZIT: Eine einfache Methode seine Tiere zu ernähren sofern die Qualität stimmt.



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